Willkommen im Trapperland!
Version 1.0 Aufruf 
Hier findest Du viele Tricks, die Dir das Leben
in Wildniss und Zivilisation erleichtern sollen. Ich habe versucht, die
banalen Tricks, die sowiso in jedem Trapperbuch und Reiseführer stehen,
rauszulassen. Wenn Du selbst Deinen Trapperbrüdern einen guten Tipp
geben willst, schick ihn einfach an trapper@trappertricks.de.
Gleiches gilt für Feedback.
Hygiene
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Wenn Du willst, daß Dein Handtuch nach
dem Duschen nicht ganz naß ist, so daß es schwer ist und es
im Rucksack anfängt zu stinken, wringe zuerst ein paar mal Deinen
Waschlappen aus und trockne Dich damit ab. Der ist sowiso naß, aber
nach dem auswringen bist Du nasser. Ganz trocken wirst Du dadurch natürlich
nicht, aber dein Handtuch wird nicht ganz so naß.
-
Wenn Du Deine Klamotten im Waschbecken waschen
willst, mußt Du das irgendwie dicht kriegen. Ich hab' gehört,
Biker nehmen manchmal Gummistöpsel mit. Nicht schlecht, aber es kann
sein, daß die nicht immer passen. Der moderne Trapper legt einfach
eine Plastiktüte ins Waschbecken und wäscht in der Tüte.
Von der Waschmitteltube solltest Du natürlich die Ecken abschneiden
(siehe Packen).
Um unterscheiden zu können, was in
Deinem Rucksack noch sauber ist und was gebraucht, mach einfach einen Knoten
in die sauberen Sachen.
Gesundheit
-
Eine Mücke kann fiese Krankheiten übertragen.
Neben den üblichen Tricks wie Moskitonetz, Stinkeparfum und Licht
aus rate ich Dir:
Wenn Du in einem Zimmer übernachtest,
und glaubst, alle Mücken fangen zu können, verstopfe zuerst die
Spalten von Türen und Fenstern, z.B. mit zerknäulten Plastiktüten.
Wenn Du die Biester nicht mehr findest, leg' Dich am besten auf den Boden,
von da aus siehst Du sie gegen eine weiße Zimmerdecke am ehesten.
Außerdem kann es sinnvoll sein, die
Socken über die Hose zu ziehen.
-
Daß man in manchen Ländern Wasser
nur aus vorher versiegelten Flaschen und ohne Eis trinken soll, ist klar.
Aber Auch Salat kann gefährlich sein, wenn er mit schlechtem Wasser
gewaschen wurde.
Wenn Du im Café ein Glas getrennt
vom Getränk kriegst, trockne es vorher z.B. mit Deinem Ärmel
aus.
-
Wenn Du seekrank wirst, liegt das in geschlossenen
Räumen z.T. daran, daß Dein Gleichgewichtssinn und Dein Gesichtssinn
unterschiedliche Informationen liefern. Versuche, einen Festen Punkt (Horizont,
Sterne) zu finden und den anzugucken, dann weiß auch Dein Gesichtssinn,
daß Du Dich bewegst. Hilft nicht immer.
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Nimm die Zunge nicht zwischen die Zähne.
-
Wenn Du keinen Fettstift für die Lippen
hast, nimm Butter.
Fotos
-
Wenn Du unterwegs Filme kaufst, achte auf's
Verfalldatum. Kauf' nicht unbedingt die aus der Glasvitrine, die jeden
Tag 16 Stunden Sonne sieht, Filme (Vor allem Dia-) sind Hitzeempfindlich
(lassen sich übrigens gut einfrieren!)
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Wenn Bilder nicht verwackeln sollen, vor allem
bei Zoomkameras mit großen Brennweiten und ISO 100 Filmen, lehne
Dich irgendwo an oder noch besser laß' die Kamera einen Festen Pfosten/Baum/Hausmauer
berühren. Oder nimm ein Stativ mit, das Du auch als Zeltstange, Wanderstab
oder Dreibein zum Kochen verwenden kannst.
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Filme sind Wertsachen. Nicht offen rumliegen
lassen!
Sicherheit
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Wenn Du Deinen Rucksack o.ä. an einer Gepäckaufbewahrung
abgibst, mach einen Knoten in die Sackschnur, den nur Du kennst und überprüfe
nachher, ob es noch der selbe Knoten ist. Das ist nicht so gut wie ein
Schloß, aber auch nicht so schwer.
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Wenn Du Infos brauchst, frag' irgendwelche Leute.
Frag nicht die, die Dich ansprechen, dann ist die Chance Infos von Hasslern
zu kriegen kleiner. Außerdem versuche immer so auszusehen, als wüßtest
Du, wo Du hin willst.
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Gib keine Infos, die niemand was angehen!
Wenn Dich jemand fragt, wie lange Du schon
im Land bist und ob es das erste mal ist, will er wissen, ob er Dich verarschen
kann. Aber er fragt das nicht direkt, er fragt z.B.: "Was hast Du für
dieses T-Shirt bezahlt?" oder "Wo warst Du schon überall im Land?"
Überwinde Deine Hemmungen zu lügen! Wenn jemand wissen will,
was Du arbeitest und wo Du her kommst, will er wissen, ob Du Geld hast.
Im Zweifelsfall bist Du ein Student aus Tabaluga.
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Es ist nützlich, einige Münzen in
der Hosentasche zu tragen. So kannst DuTrinkgeld oder Almosen geben oder
auch mal ein Cola bezahlen, ohne in Überfüllten Straßen
jedem zu zeigen, wo Du Deine Brieftasche aufbewahrst und welche Kreditkarten
Du besitzt.
-
Unser Trapperkollege Charles Bukowski (+ 1994)
läßt in seinem letzten Roman "Ausgeträumt" seinen Hauptcharakter
die Brieftasche immer in der linken Gesäßtasche tragen, um Taschendiebe
zu täuschen. Ich tu das auch.
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Nur weil jemand aus Deinem Heimatland kommt
muß er noch kein guter Mensch sein. Meine wirklich schlechten Erfahrungen
hab' ich immer mit Europäern/Amerikanern gemacht.
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Wenn Dir jemand erzählt, daß er Verwandte/Freunde
in Deiner Heimat hat, ist das meist ein schlechtes Zeichen. Noch schlechter
ist, wenn er Dir Fotos von ihnen zeigt.
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Nicht überall sind Polizisten "die Guten".
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Viele Trapper werden mißtrauisch, wenn
sich ein Angebot zu gut anhört. Wenn es aber einen wirklich riesigen
Gewinn verspricht, werden sie wieder gierig und fallen drauf 'rein. Mach
nicht diesen Fehler.
Wandern (in der Stadt oder im Busch)
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Guck alle 20 Schritte mal zurück, das kann
Dir beim Rückweg viel helfen.
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Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du den richtigen
Weg gehst, und Du fragst jemanden, und er bejaht, kann es auch sein, daß
er Dich nicht verstanden hat und Dich mit nicken und lachen willkommen
heißen will, oder es unhöflich findet "nein" zu sagen. Frag
besser auch noch irgendeinen Blödsinn um zu prüfen, ob er Dich
versteht.
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Wenn Deine Schuhe nicht hoch genug sind und
Deine Hose zu kurz ist, kann vor allem beim Bergabgehen viel Sand und kleine
Steine reinfallen.
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Lerne, die Ortsnamen richtig auszusprechen.
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Wenn Deine Stiefel nicht richtig passen, klebe
die blasengefährdeten Stellen an Deinen Füßen ab, bevor
es
Blasen gibt!
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Wenn Deine Stiefel nicht dicht sind, und Du
kein Schuhfett hast, nimm Butter.
Bequemlichkeit
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Ohrstöpsel sind die Erfindung des letzten
Jahrhunderts. In Gruppen helfen sie, Spannungen zu vermeiden und ein ausgeschlafener
Trapper ist ein zufriedener Trapper. Ich meine diese Kunststoffstöpsel,
die sich zusammendrücken lassen und sich dann im Ohr ausdehnen, die
anderen kannst Du vergessen.
-
Wenn Du einen Reiseführer
mit Stadtplänen usw. hast, ist es sinnvoll, eine Schnur oder zwei
(mit unterschiedlichen Farben) als Lesezeichen daranzukleben (z.B. mit
Leukoplast). So mußt Du am Bahnhof o.ä. nicht lange stehen und
suchen, wo Du hinwillst, bis jeder gemerkt hat, daß Du keinen Plan
hast und Dir das Hotel, Restaurant oder den Laden seines Schwagers empfiehlt.
Büroklammern als Lesezeichen sind auch cool.
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Ein Handtuch birgt sehr viel Potential. Wenn
Du ein langes Handtuch hast, kannst Du in beide Enden einen Knoten machen
und im Bus o.ä. hinter Deinen Nacken legen (zum Besseren Verständnis
gibts hier ein Foto (30 KB)). Die
dicken Knoten verhindern, daß Dein Kopf auf die Seite fällt.
Außerdem kann ein Handtuch als Sonnenschutz, Einkaufstasche, Gebetsteppich,
Schlafunterlage, Decke oder sogar zum abtrocknen dienen.
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Wenn's mal ganz kalt wird und Du die Möglichkeit
hast, mach Dir mit Deiner Feldflasche einfach eine Bettflasche. Vergiß
nicht, einen Socken drüberzuziehen, sonst verbrennst Du Dir die Füße!
Campen
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Wenns doch mal ins Zelt regnet, ist eine Spritze
sinnvoll. Damit kannst Du Pfützen abpumpen, und die wiegt nur ein
paar Gramm.
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Ist Dein Zeltboden empfindlich und der Boden
steinig? Dann leg' einfach Deine Isomatte nicht zwischen Dich und Zelt
sondern zwischen Zelt und Boden!
Packen
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Wenn Du Deinen Rucksack eincheckst, kann das
beim z.B. beim Fliegen Probleme geben, wenn sich die vielen Riemen in Transportbändern
verfangen. Zieh Deinen Rucksackregenschutz über den Teil mit dem Tragesystem
und wickle zwei Packriemen um den Pack, deren Ende Du dann zu einem Griff
zusammenknotest. Sieht albern aus, ist aber cool.
-
Wenn Du Tuben (Zahnpasta,
Waschmittel...) mitnimmst, können die Ecken an der Schweißnaht
ziemlich scharf sein und Deinen Rucksack kaputtmachen oder Deine Hände,
wenn Du drin wühlst. Es gibt keinen Grund, die Ecken nicht ein bischen
zu entschärfen, z.B. mit einem Nagelschneider.
Reiseführer
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Verwende Lesezeichen (siehe
Bequemlichkeit).
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Versuche nicht, die 40 Mark für einen Reiseführer
zu sparen, das wird am Ende doch teurer.
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Gute Reiseführer sind lonely
planet oder fürs Osteuropa die "In
your Pocket" - Führer (gibt's vor Ort).
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Traue Deinem Reiseführer nicht zu sehr,
manchmal sind Stadtpläne nicht ganz richtig oder die Information einfach
veraltet.
Sonstiges
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Zum Trampen in Deutschland ist das Heft "Tanken
und Rasten", das in Raststätten oft kostenlos ausliegt, sehr nützlich.
Es enthält eine Karte mit allen Autobahnen, Tankstellen und Raststätten.
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Wenn Du niemand fragen willst, setz Dich irgendwo
hin, und guck einfach, wie die anderen (vor allem Ortsansässige) das
machen. Beobachte nicht die Menge, sondern Einzelne.
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Wenn Du in Drittweltländern nicht die Preise
runterhandelst oder Bettelnden Kindern zuviel Geld gibst wird das Land
abhängig vom Tourismus und deine Trapperbrüder, die nach Dir
kommen, müssen höhere Preise bezahlen.
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Versuche zu lächeln und cool auszusehen.
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Wenn Du andere Trapper nach Infos fragst, trau'
ihnen nicht zu viel. Wer weiß, ob es echte Trapper sind, ob sie wissen,
was ein guter Deal ist und welche Vorstellungen sie von einer interessanten
Sehenswürdigkeit oder einer guten Unterkunft haben. Und wer weiß,
ob der andere vielleicht gar nichts weiß und es nur nicht zugeben
will?
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Bleistift gilt bei vielen Leuten als Weicheiutensil,
der Trapper weiß ihn aber zu schätzen: Es gibt kaum Situationen,
in denen ein Bleistift nicht schreibt.
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Falls Deine Briefumschläge im dunstigen
Klima des Amazonas nass geworden sein sollten, schreib Deinen Brief einseitig
auf ein A4-Blatt oder größer und falte dies nach dieser Anleitung
(12 KB).
Das wars soweit. Wenn Du noch was weißt,
was hier stehen sollte, feel free an trapper@trappertricks.de
zu mailen.
Machs gut, Laß Dir nicht in' Colt
schiffen!